Tempora mutantur („Die Zeiten ändern sich“) TTG Langenfeld V 9:4 DjK TuSA Düsseldorf

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Für mich bedeutete das Spitzenspiel gegen DJK TuSA (1. gegen 3.) einen ganz tiefen Griff in die Nostalgiekiste. Bevor ich 1990 umzugsbedingt nach Langenfeld wechselte, hatte ich 22 Jahre für den fünfmaligen Deutschen TT-Meister der 60er Jahre (damals mit Eberhard Schöler) gespielt und selbst noch die letzten zwei Erstligajahre miterlebt. Umso erstaunlicher ist es, dass sich jetzt die 1. Mannschaft der ruhmreichen TuSA mit uns als 5. Mannschaft in der 2. Kreisklasse misst.

Einige  Akteure aus besseren Zeiten ließen Erinnerungen wieder lebendig werden: Helmut Smeets spielte mit seiner so gut wie fehlerfreien Schnittabwehr im letzten Bundesligajahr  der TuSA noch in der 1. Mannschaft. Lothar Blumenrath war auf Bezirksebene ebenso zeitspielverdächtig wie Helmut erfolgreich unterwegs. Und Karl-Heinz Böhle (seit kurzem 90! und immer noch aktiv) nahm mich damals als jungen Spieler unter seine Fittiche.

Nach den zwei obligatorischen Doppelerfolgen (nur Michael B. und Lothar verloren) lief es bei uns zu Beginn erst einmal nicht so rund. Beide, Michael und Lothar, waren im Einzel gegen den immer noch sehr sicheren Helmut und Janni Papadopoulos ohne echte Siegchance. Beim Stand von 3:3 aber begann die Sternstunde von Rainer, dessen legendäre Kampfkraft in Kombination mit großer Flexibilität (Motto: „Kommst du offensiv nicht durch, hältst du halt den Ball im Spiel und lässt den Gegner die Fehler machen“) und Altersmilde (inzwischen lassen ihn auch Feuerwerke an Nassen seines Gegners kalt) ihn zu hart umkämpften Triumphen gegen Lothar und Janni führte. Damit war die Partie gelaufen, denn Michael H. und P. ließen unten nichts mehr anbrennen. Lediglich Thomas musste sich im Spitzenspiel der Routine und Sicherheit des Altmeisters geschlagen geben.

„Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“, wie der oben zitierte alte lateinische Spruch vollständig übersetzt lautet, kann man als passendes Fazit nach Mittwochabend stehen lassen. Bleiben aber werden bei mir immer die Erinnerungen an schöne alte Zeiten.

Es spielten: Billner/Jaeger 0:1, Wilk/Stelter 1:0, Gunia/Pohlmann 1:0; Thomas Wilk 1:1, Michael Billner 1:1, Lothar Jaeger 1:1, Rainer Stelter 2:0, Michael Hamacher 1:0, Michael Pohlmann 1:0.

By Michael Hamacher