Alltag für die Sonntagskinder – TTG Langenfeld V vs. BV 04 Düsseldorf III 9:6

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Alle Teams der 2. Kreisklasse A fürchten sich Jahr für Jahr vor einem Auswärtstermin, dem Spiel bei der III. Mannschaft des BV 04 Düsseldorf. Denn das findet stets an einem Sonntag statt, und dann auch noch um 11 Uhr morgens. Auch wir waren in der Hinrunde beim 3:9 im Düsseldorfer Norden noch nicht wach genug. Beim gestrigen Rückspiel aber zogen wir die Gäste erfolgreich herunter in die Niederungen eines stinknormalen Mittwochabends mit vielen zermürbenden Dreisatzspielen und drei Stunden Spieldauer. Obwohl in fast stärkster Besetzung angetreten, konnten die Sonntagskinder beim 6:9 ihre TT- Alltagstauglichkeit nur bedingt unter Beweis stellen.  

Wir selbst mussten auch gestern wieder ohne unsere ersten Drei auskommen und hatten uns vorab kaum Hoffnung auf einen etwas Zählbares gemacht.  Das Ergebnis der Eingangsdoppel verstärkte diese Einschätzung. Lothar und Frank unterlagen in drei Sätzen, Karl und Michael erst nach hartem Kampf mit 9:11 im Entscheidungssatz. Lediglich Addi und Richard hielten unsere Fahne hoch.

Dann aber kam die große Überraschung. Vier Siege in Folge brachte uns eine nicht erwartete 4-2 Führung. Wichtig war an diesem Abend, dass in jedem Paarkreuz die Spieler mit den geraden Positionen über sich selbst hinauswuchsen. Frank hielt an Brett 2 mit einer glänzenden Leistung den Spitzenspieler der Gäste in fünf Sätzen nieder, Addi an Brett 4 gelang ebendieses Kunststück in einem Linkshänderduell gegen den sehr starken dritten Mann der BVler. Da wollte auch der seit der Rückrunde endlich wieder schmerzfrei agierende Michael H. an Position 6 nicht zurückstehen, indem er den ebenfalls noppenbewaffneten Fünfer mit 11:9 im Entscheidungssatz stoppte. Da alle Drei auch ihre zweiten Einzel  – und diesmal relativ klar – gewannen und zudem Lothar und Karl je einen weiteren Punkt ergatterten, stand um 22:30 Uhr der Überraschungscoup fest. Wie knapp es war, zeigt vielleicht am besten unser Satzverhältnis von 29:30 aus.

Erwähnenswert ist noch, dass in Zeiten des Corona-Virus unter den Akteuren eifrig neue, kontaktarme Formen des Begrüßens getestet wurden. Vom fröhlichen Winken über die asiatische Verbeugung bis zum minimalen Kontakt der Fäuste war alles dabei.   

Es spielten:                                                                                                                                          Jaeger/Peeters 0:1, Gunia/Hamacher 0:1, Boddenberg/Pötschke 1:0; Lothar Jaeger 1:1, Frank Peeters 2:0, Karl Gunia 1:1, Addi Boddenberg 2:0, Richard Pötschke 0:2, Michael Hamacher 2:0.