Angezählt : TuS Erkrath – TTG Langenfeld V 8:8

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Unter der Magie der Zahl bzw. des Zählens stand unser gestriges Spiel in Erkrath. Der legendäre Graf Zahl aus der Sesamstraße hätte seine helle Freude daran gehabt. Dass wir beim 8:8 zwar angezählt, aber nicht ausgezählt waren, war nur einem energischen Endspurt zu verdanken.

Von Beginn an stand Zahlenmagie auch optisch im Mittelpunkt. Denn wir wurden von hochmodernen elektronischen Zählgeräten empfangen, die vom Aufschlag bis zum Timeout alles für den Schiedsrichter regeln. Allerdings wurde auch deren Schwachstelle schnell deutlich. Sie entpuppten sich als schiere Energiefresser, mussten unsere Gastgeber sie doch erst mit gleich 12 Blockbatterien füttern, bevor sie wieder zuverlässig ihren Zweck erfüllten.

Die wesentlichen Zahlen, nämlich die Punkte, sprachen von Beginn an gegen uns. Die ersten beiden Doppel blieben jeweils mit 9:11 im Entscheidungssatz bei den Gastgebern. In den weiteren Spielen hinterließen  wir zunächst einen müden und wenig kampfstarken Eindruck. Beim Zwischenstand von 1:6 war die Partie im Grunde gelaufen.

Der späte Weckruf kam dann aus dem unteren Paarkreuz, in dem Rainer und Michael H. die ersten beiden Einzelsiege einfuhren und zugleich dem Rest der Truppe Beine machten. Plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft und wir holten Punkt für Punkt auf. Im Schlussdoppel  war dann endlich der Zahlengleichstand erreicht und die erste Auswärtsniederlage abgewendet.

Ungewöhnliche Zahlen spielten aber auch noch auf dem Spielbericht eine gewisse Rolle. Denn ein Erkrather Akteur ließ dort Sätze wiederholt bei 10 Punkten enden. Zufall, Versehen? Oder nahm er damit gegebenenfalls bereits die nächste Reform der Wettspielordnung vorweg?

Die für uns bitterste Zahl aber zeigte die Hallenuhr an. Dort prangte bei Spielende unübersehbar die „23“. Damit war dann klar, dass der traditionelle Abschluss in unserer Kneipe diesmal leider entfallen musste.

Es spielten: Martin/Inden 1:1, Boll/Müller 0:1, Stelter/Hamacher 1:0; Steffen Martin 1:1, Johannes Boll 0:2, Thomas Müller 1:1, Markus Inden 1:1, Rainer Stelter 1:1, Michael Hamacher 2:0