Generationswechsel

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Nach der langen Sommer- und Spielpause gilt es spielerisch wieder Tritt zu fassen und bestehende Trainingsrückstände möglichst zeitnah zu egalisieren. Gleiches gilt auch für das Verfassen von Spielberichten. Doch nicht lange lamentieren, sondern kommentieren:

An einem sonnigen Freitagabend, die sengende Sonne strahlte noch in die Halle, trafen wir uns an der richtigen Spiellokation in Reisholz und wussten beim Betreten jedoch nicht, ob es um die Zelluloid- resp. Kunststoff-Bälle oder aber gar zum Saunieren geht! Hitzefreiverdächtige Temperaturen begrüßten uns bei insgesamt sehr stickiger Luft.

Umso überraschter waren wir zudem, als wir von einer „Jugend-Mannschaft“ empfangen wurden, deren Ältester – von einer Ausnahme in unserem Alter abgesehen, gerade volljährig geworden war.

Dies verlieh uns natürlich Zuversicht – basierend auf unserer jahrzehntelangen Erfahrung – hier erfolgreich in die Saison zu starten. Nach Zwischenständen von 3:1 und 6:3 blieben wir weiterhin optimistisch, doch der eine oder andere Akteur verlangte immer inständiger nach einem Sauerstoffzelt. Am Ende stand  ein Unentschieden auf dem Spielblock, dass aus Sicht unserer unbekümmert aufspielenden, taktisch gut gecoachten Gegner sicherlich nicht unverdient war.

Nicht auszuschließen ist, dass bei dem ein oder anderen letzte Konzentration und Spielsicherheit fehlten, so dass wir uns am Ende nicht beklagen durften. Dies zumal das obere Paarkreuz lediglich zwei von sechs möglichen Zählern beisteuerte. Die letzten Punkte gewannen Leo und Karl, wobei Letzterem als Einzigem das Kunststück gelang, beide Einzel zu gewinnen.

Hätte Rainer im Entscheidungssatz (9:11) das glücklichere Hände gehabt, wäre das Spiel zu unseren Gunsten ausgegangen, was auch die Differenz der gewonnen Bälle von +50 belegt. Zudem hätte Rainer seinen eigenen Tipp von 9:6 durch einen Sieg bestätigt.

Auch wenn man verschiedene Statistiken bemüht, hätte das Pendel in unsere Richtung ausschlagen müssen. Wir brachten nicht nur rd. 200 Jahre mehr Spielerfahrung, die gleiche Zahl an zusätzlichem Kampfgewicht und rund das Doppelte an Differenz der QTTR-Punkte an die Tische, doch manchmal kommt es eben anders …….

Es war ungeachtet dessen stets ein Genuss – auch den Gegnern beim Spiel zuzusehen, die sich weder durch besondere Beläge noch durch das für die Klasse typische, „krumme“ Spiel von ihrer Strategie mit guten Aufschlägen und geraden Topspins ablenken ließen, zumal konditionelle Defizite nicht zu erkennen waren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Zum Saisonauftakt haben die alten Säcke nicht verloren, allenfalls einen Punkt an die „Stiftung Jugendförderung“ gespendet. Nächste Woche beim heimischen Auftakt gegen Oberbilk wollen wir es besser machen!

Im Einzelnen wurde wie folgt gespielt: Jaeger 0:2, Billner 1:1, Paschen 1:1, Gunia 2:0, Stelter 1:1, Sachtleben 1:1 sowie in den Doppeln:  Jaeger/ Billner  1:1, Paschen/ Sachtleben 0:1, Gunia/ Stelter 1:0